Bambus - ein faszierendes Gras Seit Jahrhunderten wird Bambus in den verschiedensten Teilen der Erde genutzt.

Aus ökologischer Sicht sprechen viele Gründe für Bambus. Bambus wächst schneller als jede andere Pflanze der Welt. Bereits nach 6 Jahren ist er verholzt und kann geerntet werden. Bambus produziert viermal mehr Holz als z.B. Eiche. Wo immer Bambus statt Holz verwendet wird, schont man die deutlich langsamer wachsende Ressource Wald. Bambus erzeugt erheblich mehr Sauerstoff als Bäume und begünstigt somit das natürliche Ökosystem. Die Fasern des Bambus sind bis zu 1 cm lang, die im Holz einheimischer Bäume dagegen nur ca. 2 mm. Bambus besteht nur zu einem geringen Teil aus dem Holzstoff Lignin. Der Hauptanteil ist Kieselsäure mit bis zu über 77%. Sie gibt dem Halm dauerhafte Festigkeit und Härte. Kieselsäure gleicht den Spurenelement- und Mineralhaushalt im Körper aus.

 

Silicea ist ein wichtiger Baustoff des Körpers und bewirkt Wohlbefinden und insbesondere eine Stärkung des Knochenbaus. Bambus werden außerdem antibakterizide und Elektrosmog mindernde Eigenschaften zuerkannt.

 

Es gibt jedoch bei dem Rohstoff Bambus erhebliche Qualitätsunterschiede. Phyllostachus pubescens“ ist die Bezeichnung für den Bambus, der für seine erstklassige Qualität bekannt ist. Seine besonderen Qualitäten wie hohe Stabilität, Härte und Strapazierfähigkeit weisen ihn als „HIGH TECH“ Baustoff aus. Zur Verarbeitung wird nur der Mantel genutzt. Nach etwa 6 Jahren ist der Stamm ausgehärtet. Wichtig bei der Produktion ist, dass ausschließlich die geraden Mittelstücke genutzt werden, diese fügt man zu Einzelstäben zusammen, die dann verleimt werden und so die Mehrschichtplatten ergeben.  

 

Bambus ist flexibler und härter als z.B. Ahorn, Eiche oder Buche. Bambus hat ein um ca. 40% geringeres Quell- und Schwindverhalten als Eiche:

 

Bambus:  

0,15% je 1% Holzfeuchteänderung,

Buche:

0,33%

Eiche:  

0,23%. 

Bei Bambus entstehen dadurch erheblich weniger Probleme mit Fugenbildungen.  

 

Die Härte von Werkstoffen wird nach der Einheit „Brinell“ (HB) gemessen. „Phyllostachos pubescens“ hat einen Brinellwert bis zu 32 HB. Die Werte bei Buche oder Eiche liegen bei 24 bzw. 23 HB. Der Abriebwiderstand ist mit 3,7 identisch mit der Eiche und höher als der Wert bei Buche 3,4. Diese Merkmale sind ein unschätzbarer Vorteil für unsere Einsatzbereiche Büromöbel und Parkettboden.

 

Quellennachweis: Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, Hamburg

 

 

Bambus werden antibakterizide und Elektrosmog mindernde Eigenschaften zuerkannt.